Impfungen für Katzen
Der Bundesverband Praktizierender Tierärzte e.V. schreibt in der Impfempfehlung seiner Ständigen Impfkommission (veröffentlicht von S.M.I.L.E):
Immer geimpft werden sollte gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche (=RCP), Tollwut bei Freigängern.
Die Grundimmunisierung von Welpen (also Impfungen in den ersten 2 Lebensjahren) sollte erfolgen
im Alter von
8 Lebenswochen: RCP
12 Lebenswochen: RCP, Tollwut bei Freigängern
16 Lebenswochen: RCP, evtl. Tollwut
15 Lebensmonaten: RCP, Tollwut bei Freigängern
Ab einem Alter von 12 Lebenswochen reicht eine zweimalige Impfung im Abstand von 3-4 Wochen, gefolgt von einer weiteren Impfung nach 1 Jahr, für eine erfolgreiche Grundimmunisierung. Die Tiere sollten vor den Impfungen gesund und entwurmt sein.
Wiederholungsimpfungen = Impfungen nach der Grundimmunisierung
Tollwut
ist durch die Tollwutverordnung vom 20.12.2005 geregelt. Es gelten die in den Packungsbeilagen der Hersteller genannten Impfwiederholungstermine – in der Regel 3-4 Jahre.
Katzenseuche/Katzenschnupfen
Für die Katzenseuche-Komponente sind Wiederholungsimpfungen im Abstand von 3 Jahren ausreichend. Bei Katzenschnupfen wird die jährliche Wiederholungsimpfung empfohlen – allerdings erfasst der herkömmliche Impfstoff nur noch ca. 30 % der Erreger. Andererseits haben viele Erkältungs-/Schnupfenerkrankungen überhaupt nichts mit Katzenschnupfen gemeinsam. Die exakte Diagnose kann nur durch Abstrich gesichert werden.
Weitere Impfungen empfiehlt der Tierarzt individuell. Speziell bei der Felinen Infektiösen Peritonitis (FIP) sollte man bedenken, dass nur Corona-negative Tiere geimpft werden sollten – 60-80 % aller Katzen sind positiv d.h. hatten irgendwann Corona-Kontakt – und dass die FIP-Impfung bei Durchdringen der Blut-Liquor-Schranke (Eindringen des Impfstoffs ins Blut über kleinste Verletzungen in der Nase) zum Ausbruch der Krankheit und damit zum Tod der Katze führen kann! Die FeLV-Impfung (sog. Leukose) empfiehlt sich besonders bei jungen Tieren mit Kontakt zu Artgenossen. Ältere Tiere sind kaum noch anfällig. Die Impfung bietet auch bei Dauerkontakt mit Virusausscheidern keinen 100%igen Schutz.
Generell wichtig zu wissen ist, das Impfungen wie bei den Menschen erheblich länger als ein Jahr halten. Lediglich die herkömmlichen Studien der Pharmaindustrie sind nicht entsprechend ausgeweitet worden, und die Impftiter-Bestimmung (Auszählung vorhandener Antikörper) wie beim Menschen ist nicht üblich.
Monika Peichl schreibt in „Haustiere impfen mit Verstand“ 2009:
Auch bei Katzen halten Impfungen länger als ein Jahr. Das ist durch Langzeitstudien belegt.
Die Hauptimpfung für Katzen ist die gegen Seuche. Diese Impfung sollten alle Katzen erhalten. Sie schützt nach richtiger Grundimmunisierung viele Jahre, höchstwahrscheinlich lebenslang.
Manche Impfstoffe sind längst nicht so wirksam, wie suggeriert wird: die Impfstoffe gegen Schnupfen und Chlamydien, der Impfstoff gegen FIP und manche Impfstoffe gegen FeLV (Leukose).
Je mehr Impfstoffe gleichzeitig gegeben werden, desto höher das Risiko einer Nebenwirkung.
Katzen sollten Impfstoffe ohne Adjuvantien erhalten. Diese Zusatzstoffe sind in fast allen Totimpfstoffen enthalten und tragen zur Entstehung von Impfsarkomen bei (= Krebsgeschwulst an Impfstellen). In Lebendimpfstoffen sind sie nicht enthalten.
Impfschäden sind häufiger, als sie an das Paul-Ehrlich-Institut gemeldet werden. Kurzzeitiges Fieber und Appetitlosigkeit sind wie bei Menschen meist harmlos. Ernst nehmen muss man Erbrechen, Durchfall, Atemnot als allergische Reaktionen, die bei der Wiederholungsimpfung zum Tod führen können. Auch Leber- und Nierenschädigungen werden von Experten bestätigt.
Monika Peichl schließt daraus in ihrem zitierten Buch:
Nicht mehr impfen als wirklich nötig.
So wenige Impfstoffe wie möglich auf einmal geben.
Wann immer möglich, adjuvansfreie Produkte geben lassen.
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